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Allgemeine Information


PERU

Die Republik Peru, das drittgrößte Land des amerikanischen Subkontinents, misst 1.285.216 qkm (etwa Dreieinhalbmahl so viel wie die Bundesrepublik Deutschland) und zählt fast 27 Millionen Einwohner.

LANDSCHAFT UND KLIMA

Das Land teilt sich geographisch in drei Zonen:

    * Die warme, trockene Küste
    * Das andine Hochland mit Höhenunterschieden und einem gemäßigten Klima
    * Das Amazonastiefland mit tropischem Klima.

Durch seine Nähe zum Äquator gehört Peru zu den tropischen Gebieten. Die Tageslänge von ca. 12 Stunden ist dementsprechend das ganze Jahr hindurch annähernd gleich. Klimatische Kennzeichen sind die sehr geringen jahreszeitlichen Temperaturunterschiede gegenüber den großen Unterschieden zwischen Tag- und Nachttemperatur, besonders im andinen Hochland. Anders als in den europäischen Breitengraden werden die Jahreszeiten in Peru nicht durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sondern durch eine Regen- und eine Trockenperiode bestimmt. Die Trockenzeit ist die beste Reisezeit, sie beginnt im Mai und endet im November.

KÜSTE

Die Küste steht unter dem starken Einfluss des Humboldtstroms. Er führt kalte Wassermassen vom Südpol nach Norden, entlang der peruanischen Küste. Dies verhindert die Wolkenbildung und somit nachfolgenden Regen. Dadurch ist der knapp hundert km breite Küstenstreifen bis auf wenige Ausnahmen Wüste. Die trockenste Wüste der Erde, die Atacama-Wüste, liegt im Süden Perus, an der Grenze zu Chile. Ebenfalls im Süden Perus, in der Region von Arequipa, befinden sich die tiefsten Schluchten von Peru, Colca (3400 m) und QotaWasi (3535 m). Das Colca Tal ist zum Paradies der Abenteuertourismus-Fans geworden, weil es für die Ausübung des Kanusports, des Trekkings und des Bergradfahrens geradezu ideal ist. Die QotaWasi-Schlucht befindet sich in einem der vielen Andentäler, in der sich sowohl eine traditionelle Bevölkerung ausmachen lässt, sowie auch mehr als 100 Thermalquellen, Wasserfälle, geologische Bruchstellen, erstarrte Lavabrocken, Felswände und wunderschöne schneeüberdeckte Landschaften, wie die von Coropuna und Solimana.

Landwirtschaft ist in der gesamten Küstenegion nur in den fruchtbaren Flussoasen möglich. Im Gegensatz zu der kargen Landschaft steht die reiche Tierwelt, für die ebenfalls der kalte Humboldtstrom verantwortlich ist. Mit der Bewegung der Wassermassen werden Nährstoffe aus tieferen Gewässern aufgewirbelt und ermöglichen die Bildung von großen Mengen Planktons, welches die Voraussetzung für einen außergewöhnlichen Fischreichtum ist. Dieser wiederum ist die Grundlage für ein Zusammenspiel großer Populationen von Fischfressenden Vögeln (insbesondere verschiedener Arten von Pinguinen) und Meeressäugern wie Walen und Robben.

Die Tagestemperaturen liegen von Januar bis März um 25 C, mit viel Sonne und hoher Luftfeuchtigkeit; von Mai bis November tritt eine starke Nebelbildung auf, und die Tagestemperaturen gehen zurück auf etwa 15 C.

HOCHLAND

Das andine Hochland lässt sich in vier Zonen unterteilen: die Übergangszone von der Küste zum Gebirge und vom Gebirge ins Amazonastiefland wird Yunga (500 m - 2.000 m) genannt; sie ist mit ihrer tropischen Vegetation Anbaugebiet für viele Früchte. Die Quechua-Zone (2.000 m - 3.500 m) ist Siedlungsgebiet der Hochlandindios und deren traditionelle Anbauregion. Durch weiträumige Terrassierung und künstliche Bewässerung wurden die steilen Hänge der interandinen Hochtäler dieser Region schon zu Zeiten der Inka nutzbar gemacht. Die Puna (3.500 m - 4.600 m) ist eine grasbewachsene kalte Berglandschaft mit weiten Hochebenen, Heimat der Lamas und Alpakas. Die Region oberhalb von 4.600 m wird Janca genannt, sie reicht von der Schneegrenze bis zu den eisgepanzerten Felswänden der Hochanden.

Das Hochland, die Sierra, hat ein teils gemäßigtes, teils kaltes Gebirgsklima. Dort sind die Tagestemperaturen im Durchschnitt frühlingshaft, wobei sich ein erheblicher Unterschied zwischen sonnigen und bedeckten Tagen bzw. Sonne und Schatten bemerkbar macht. Die Nächte sind vor allem in der Trockenzeit oft sehr kalt. Oberhalb von 3.800 m kommt es nicht selten zu Nachtfrösten.

Um diese Andinischen Landschaften zu erleben, bieten wir Ihnen eine Abenteuerreise in der Cordillera Blanca an.

AMAZONAS-TIEFLAND

Der größte Teil Perus wird von der tropischen Region des Regenwaldes eingenommen, der so genannten Selva (unter 500 m). Ein tropisches Wetter kennzeichnet dieses Gebiet ebenso wie seine immense Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten.

Hier stehen viele Gebiete unter Naturschutz wie zum Beispiel der Nationalpark des Manu, der, mit einer Fläche von 1 716 295.22 H, zu einem des größten des Planeten zählt. 1977 verlieh die UNESCO den Titel "Reservat der Biosphären" und 1987 wurde er "Naturerbe der Menschheit "ernannt. In dieser exotischen Welt des Amazonas-Tieflandes bieten wir Ihnen zwei Touren an, mit denen werden Sie die Lebensart von zwei Indianer-Stämmen kennen lernen:

Manu Nationalpark zu den Harakmbut Indianern Dschungel-Tour zu den Machiguenga Indianern

Das Amazona-Gebiet wird von vielen Regenwaldflüssen wie der Tambopata und der Candamo bewässert, deren Quellgebiet sich in den Anden befindet. Die Flüsse bahnen sich in den tropischen Regenwald und vereint treffen sie auf den Amazonas.

BEVÖLKERUNG UND SPRACHE

Etwa 48% der Bevölkerung leben an der Küste, davon ca. 8 Millionen in der Hauptstadt Lima. Im Hochland leben etwa 43% der Einwohner Perus, auch dort mehrheitlich in größeren Städten wie Cusco, Puno, Arequipa und Ayacucho. Lediglich 9% der peruanischen Bevölkerung leben im Amazonastiefland, obwohl dieses mehr als die Hälfte der Landesfläche einnimmt. Weite Gebiete des Tieflands sind bis heute nicht erschlossen.

Fast die Hälfte der peruanischen Bevölkerung ist indianischen Ursprungs, die meisten von ihnen sprechen Quechua oder Aymara als Muttersprache. Sie bewohnen mehrheitlich das Hochland, auch wenn im Zuge der anhaltenden Migration seit den 70er Jahren eine Abwanderung in die großen Küstenstädte Perus stattfindet.

Spanisch ist die offizielle Landessprache, Quechua wurde 1975 zur zweiten offiziellen Landessprache erklärt. Englisch wird in den Tourismuszentren verstanden und gesprochen.

Etwa 95% der Bevölkerung sind katholisch, doch die Einflüsse vorspanischer Glaubensformen, Riten und Bräuche sind sowohl im täglichen Leben als auch bei Festen und Feiertagen im ganzen Land präsent, insbesondere bei der indianischen Bevölkerung.

ESSEN UND TRINKEN IN PERU

Die peruanische Küche ist sehr vielfältig und reicht von einfachen Kartoffelgerichten bis hin zu leckeren Fischspeisen. Beliebt sind zum Beispiel Cebiche (Fischgericht mit in Limettensaft mariniertem Fisch), Palta rellena (gefüllte Avocado), Lomo saltado (Geschnetzeltes mit Gemüse und Reis) oder Picante de Cuy (pikant zubereitetes Meerschweinchen). Außerdem lockt eine Vielzahl tropischer Früchte und dementsprechend eine riesige Auswahl fruchtiger Mixgetränke. Besonders empfehlenswert sind die verschiedenen Mates (Tees) aus frischen Kräutern, die dem Körper helfen, sich zu akklimatisieren.

WÄHRUNG

Die offizielle Währung in Peru ist der Nuevo Sol (S/.); es sind Münzen von 5, 10, 20 und 50 centimos, sowie 1,2 und 5 Nuevos Soles und Geldscheine von 10, 20, 50, 100 und 200 Nuevos Soles im Umlauf. Der US-Dollar und Euro werden in den meisten Geschäften, Restaurants und Tankstellen akzeptiert. Die Kreditkarten Visa, Mastercard, Dinners anda American Express werden auch akzeptiert.

Bei Problemen mit der Geldversorgung können Sie sich mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldversorgung kann binnen zehn Minuten problemlos erfolgen, allerdings sehr hohe Kommissionen.

Eine Barabhebung von Soles sowie von US-Dollars mit EC-Karte ist an Bankautomaten möglich, sofern diese das MAESTRO-Logo tragen

UHRZEIT Die Uhrzeit ist 5 Stunden hinter der GMT-Zeit. MEDIZINISCHE VORSCHRIFTEN FÜR EINE REISE NACH PERU

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